Ethische Anlagen in der DKM

Unsere Kriterien

Als kirchliche Bank wollen wir den hohen Ansprüchen unserer Kunden, aber auch unserer eigenen sozialen Verantwortung mit einer nachhaltigen Ausrichtung bei der Geldanlage gerecht werden. Unseren Kunden bieten wir spezielle Fonds aus dem Bereich der "Nachhaltigen Geldanlage" an und wir als Bank haben einen Nachhaltigkeitsfilter für die Wertpapieranlagen der DKM installiert. Mit Hilfe der Systeme von Vigeo EIRIS und der imug Beratungsgesellschaft mbH wird das Anlageuniversum aus Aktien, Anleihen und Pfandbriefen nach nachhaltigen und ethischen Kriterien analysiert. 

Somit kann zukünftig die Investition in Papiere, die nicht den Kriterien entsprechen, vermieden werden. Es wurden folgende Ausschlusskriterien formuliert:

MSCI ESG Research

MSCI ESG Research ist sowohl einer der global führenden Anbieter von Kapitalmarkt Indizes und verfügt auch über eine mehr als 40 jährige Erfahrung im Bereich der Erhebung und Weiterverarbeitung von Nachhaltigkeitsinformationen. So werden die Nachhaltigkeitsanalysen und Ratings im Bereich Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) von vielen Kunden weltweit genutzt. Neben den üblichen Kundengruppen, wie etwa Asset Managern, Versicherungen oder Vorsorgeeinrichtungen, zählen auch viele Kunden aus dem kirchlichen und karitativen Bereich zu den Nutzern der von MSCI angebotenen Daten. Mehr als 130 Analysten weltweit verfolgen das Ziel materielle ESG-Risiken und Chancen zu identifizieren, die im Rahmen des konventionellen Investment Research Prozess nicht aufgedeckt werden. MSCI's integrierte Daten-Infrastruktur erlaubt eine Verknüpfung des Research mit über 260.000 Wertpapieren und Anleihen. MSCI ESG Research ist vollständig in den MSCI Konzern eingegliedert, der 3.000 Mitarbeiter in 26 Niederlassungen beschäftigt. Das produktspezifisches Know-How der diversen Geschäfseinheiten kann somit direkt mit dem Nachhaltigkeits-Research verbunden werden, um ganzheitliche Lösungen anzubieten.

Anmerkungen

Trotz der Vielzahl von Auswahlmöglichkeiten und aller Transparenz: Es ist unseres Erachtens nicht möglich, ein Portfolio zusammenzustellen, das zu 100 % allen nachhaltigen und ethischen Aspekten entspricht.

Allein die schon angesprochenen Verflechtungen in Holdinggesellschaften etc. verlangen einen gewissen Grad an Kompromissbereitschaft. Auch gesetzliche Vorschriften für Banken, wie zum Beispiel die Diversifizierung der Geldanlagen können sich einschränkend auswirken.

Außerdem gibt es natürlich subjektive Auffassungen zu einigen Themen. Als Beispiel sei hier der Alkohol genannt: Während die einen Anleger dies als ein Ausschlusskriterium ansehen, gibt es andere, die einen Umsatzanteil eines Unternehmens von beispielsweise bis zu 5 % aus der Alkoholherstellung oder dem Vertrieb als zulässig ansehen.

Des Weiteren ist zu beachten, dass bei möglicher Herabstufung von Anlagen diese die Kriterien nicht mehr erfüllen, aber trotzdem noch im Depot verbleiben. Ein Grund dafür könnten Kursverluste sein, die unter wirtschaftlicher Betrachtung nicht realisiert werden dürften. Dieses Papier würde dann bei Erreichen eines vertretbaren wirtschaftlichen Ergebnisses bzw. bei Fälligkeit veräußert. Die Konsequenz einer solchen Herabstufung wäre allerdings, dass weitere Papiere dieses Emittenten nicht mehr gekauft würden.